Wer ist Wally? Die Wächterin unserer Traumreisen

Wally die weise Eule

Hoch oben in den Ästen des Traumbaums sitzt Wally. Ganz still beobachtet sie die Kinder, die unter ihr vor dem mächtigen Stamm stehen. Denn Wally weiß etwas, das die Kinder noch nicht sehen können: Irgendwo vor ihnen verbirgt sich eine unsichtbare Tür. Es ist der Eingang in Alwins magische Traumwelt. Erst wenn die Kinder bereit sind, gibt Wally ihnen ein Zeichen. Sie dürfen ihre Hände auf die Rinde des alten Baumes legen – und plötzlich wird die Traumtür sichtbar. Dahinter beginnt ihre eigentliche Reise.

Genau hier hat Wally ihren Platz in unseren Traumreisen. Sie ist die Wächterin des Traumbaums und wacht über die kleinen Traumreisenden, während sie sich auf den Weg machen. Und natürlich wartet sie auch darauf, dass am Ende alle wieder sicher zurück nach Hause finden. Wer Alwin schon einmal gesehen hat, kennt Wally vielleicht längst: Sie sitzt mitten im Traumbaum, der auf Alwins Tür gemalt ist. Denn einige der zentralen Figuren aus Alwins Welt finden sich auch auf unserem echten, bunt bemalten Wohnwagen wieder.

Wenn Kinder selbst Teil der Welt werden

Das Besondere an unseren Traumreisen ist für mich, dass die Kinder nicht einfach nur zuhören. Anders als in unseren Geschichten, in denen sie Lotta, Paul und die anderen Bewohner des Zaubersees bei ihren Erlebnissen begleiten, werden sie in einer Traumreise selbst Teil dieser Welt.

Sie werden direkt angesprochen und dürfen sich vorstellen, was sie auf ihrem Weg sehen, hören, riechen und fühlen. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Die Bilder entstehen in ihrer eigenen Vorstellung. Und dabei entdecken die Kinder etwas, das in Alwins Welt eine ganz besondere Rolle spielt: Sie besitzen selbst eine Zauberkraft – ihre Fantasie.

Zur Ruhe kommen und der eigenen Fantasie folgen

Entstanden nach einer Traumreise mit Wally, bei einem Workshop an der Grundschule

Traumreisen sind für mich aber mehr als eine Reise in eine Fantasiewelt. Sie geben Kindern Zeit, zur Ruhe zu kommen, nach innen zu lauschen und mit allen Sinnen in ihre eigene Vorstellung einzutauchen. Ein Raum zum Fühlen und Wahrnehmen, um der eigenen Fantasie zu folgen und ganz bei sich selbst anzukommen.

Deshalb gehören Traumreisen auch zu meinen kreativen Workshops. Sie greifen das jeweilige Thema auf und führen anschließend oft ganz selbstverständlich ins eigene Gestalten. Mal begegnen den Kindern wunderliche Fantasiewesen, die später aus Papier, Wolle und anderen Materialien Gestalt annehmen. Ein anderes Mal führt die Reise über eine duftende Sommerwiese – und anschließend entstehen mit Blättern, Blüten und Sonnenlicht eigene Sonnenbilder.

So endet die Traumreise nicht einfach mit dem Öffnen der Augen. Die Bilder und Ideen aus der Fantasie werden anschließend zum Ausgangspunkt für das eigene kreative Gestalten.

Und Wally?

Sie bleibt am Traumbaum zurück. Ruhig und aufmerksam wacht sie über den Eingang in Alwins Welt – bereit für die nächsten kleinen Traumreisenden. Denn Wally kennt das Geheimnis längst: Die stärkste Zauberkraft tragen die Kinder bereits in sich – ihre eigene Fantasie.

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